Herr Sausgruber,

Kultur | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

Sie nehmen 800 Kilometer Reise von Vorarlberg nach Wien auf sich, um in Hernals mit Vorarlberger Studenten eine Party zu feiern. Warum tun Sie sich das eigentlich an?

Herbert Sausgruber: Wir wollen eben einen gewissen regelmäßigen Kontakt mit den Vorarlberger Studenten in den Universitätsstädten pflegen, ihnen zeigen, dass wir uns für sie interessieren.

Versuchen Sie als Landeshauptmann die Studenten bei Laune zu halten, damit sie nach dem Studium wieder brav nach Hause zurückkehren und nicht in Wien bleiben?

Es freut uns auch, dass Vorarlberger anderswo ihren Weg machen. Ich mache keine Feste, weil da ein Rückholgedanke dahinter steht. Wir suchen ja auch den Kontakt zu den Vorarlbergern in aller Welt.

Es gibt also ein Vorarlberger Netzwerk?

Ja, aber keines mit finsteren Hintergedanken - sondern einfach gute Kontakte zwischen Landsleuten.

Wie war denn das mit dem Festefeiern zu Ihrer Studienzeit in Innsbruck?

Damals habe ich natürlich auch ab und zu einmal gefeiert. Es ist ein Klischee, dass wir Vorarlberger nur arbeiten - wir verstehen uns auch ganz gut aufs Feschten.

Ist Herbert Sausgruber also ein echter Partytiger?

So ein Partytiger bin ich nicht - das wäre etwas übertrieben. Ich unterhalte mich halt ganz gerne mit Menschen. Und Feste mag ich auch.

Was werden Sie sich denn diesmal, außer dem Metropol-Fest, anschauen, wenn Sie in der Stadt sind?

Ich befürchte, dass ich bei dieser Wien-Reise, abgesehen von der Party kaum Zeit für etwas anderes haben werde als für landespolitische Verpflichtungen: also ein paar Ministeriumstermine absolvieren.

Hat der Vorarlberger Landeshauptmann eigentlich einen Lieblingsort in Wien?

Wenn ich in Wien etwas Freizeit habe, flaniere ich am liebsten durch die Innenstadt. Und gehe dann natürlich auch ins Kaffeehaus.


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