Zur scharfen Nudel

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

NEUES LOKAL. Ein winziges Lokal in der Burggasse probierts nach jahrelanger Identitätssuche und multikultureller Kulinarik nun als Osteria.

wenn er türkisch kochen würde, so wie er es zu Hause tut, würde das kein Mensch verstehen, meint Ünal Ücgül. Weil man unter türkischer Küche ja fast nur Kebab verstünde, was aber eben Fast Food ist und nicht wirkliches Essen. Der andere Grund, warum Ünal vor drei Wochen die Osteria via Castello aufmachte, ist die Tatsache, dass er sich mit der italienischen Küche recht gut auskennt, weil er nämlich zehn Jahre lang beim Promi-Italiener San Carlo in der Mahlerstraße werkte, und als den besten Grund überhaupt führt er an: "Warum nicht?"

Genau. Ordentlich renovieren hätte er jedenfalls müssen, erzählt Ünal, denn die Metamorphosen vom ehemaligen Zum Mundl über Mykonos bis zu einem westafrikanischen Lokal unbekannten Namens hätten eben ihre Spuren hinterlassen. Er wählte die Variante der Kunstholzverschalung und des sagenhaft geschmacklosen


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