Nomadenladen

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

SHOP. Nicht ganz alltägliche Kleidung gibts in der mobilen Boutique Gegenalltag. Oder im Atelier Gegenalltag. Allerdings nur freitags.

Rustikaler Holzboden, braunbeige "Wir holen dich da raus"-Tapeten, Lagerregale mit Bananenkisten, auf denen "diverse Kleider", "Gürtel" oder "Overalls" steht, ein langer Tisch und ein plärrendes Radio: Sieht so eine Boutique aus? Ja. Die Boutique Gegenalltag. Und wer sich um die eigene Achse dreht, entdeckt in all dem Werkstattambiente auch tatsächlich Kaufbares. Kleider, Taschen und T-Shirts werden in der Auslage präsentiert. Das meiste davon Unikate.

"Die Idee ist, ein Netzwerk aufzubauen für all jene Kunstmodemacher, die aus dem steifen und eher wirtschaftlich orientierten Fashionbereich rausfallen", erklärt Jasmin Ladenhaufen. Gemeinsam mit Cloed Baumgartner hat sie das Projekt initiiert. Die "Boutique-Besitzerinnen" sehen ihre Aufgabe als "mobile Servicestelle für Gegenalltagskleidung". Darunter verstehen die Künstlerinnen einerseits, eigene

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