Auf Schnitzler-Jagd

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

STADTERKUNDUNG. Die junge Wiener Germanistin Anne-Catherine Simon zeichnet in einem eben erschienenen Buch die Liebeswege und Lieblingsplätze von Arthur Schnitzler nach. 

Um den alten Herrn wird in nächster Zeit viel Aufhebens gemacht: Die Wiener Festwochen bringen eine Neuinszenierung von "Anatol" heraus, zwei weitere Schnitzler-Aufführungen werden dieses Jahr folgen, zudem wird am 15. Mai sein 140. Geburtstag gefeiert.

  Vermutlich aber hätte Arthur Schnitzler (1862-1931), der große Autor und weltbekannte Schwerenöter, die allergrößte Freude gehabt, würde er wissen, dass ihm die Germanistin Anne-Catherine Simon, 27, monatelang ganz dicht auf den Fersen war. Das Resultat der ausgiebigen Schnitzler-Jagd liegt jetzt in Buchform vor, wenig überraschend ist der schmale Band aus dem Pichler Verlag, der eine Reihe "Österreichische Gedächtnisorte" eröffnen soll, mit "Schnitzlers Wien" betitelt, jenem Kosmos, den Schnitzler zeitlebens kaum je verließ, von dem auch sämtliche seiner


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige