Gut getarnt

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 20/02 vom 15.05.2002

WIEN UMGEHEN. Internationale Künstler verbringen je zehn Tage in einem Wiener Bezirk. Diesmal: ein Mexikaner in Döbling, ein Rumäne in Liesing und ein Portugiese in Ottakring. 

Es gibt nichts Schlimmeres als die Freiheit." Miguel Gaspar sitzt in einem Döblinger Straßencafé und sinniert darüber, was er mit seinen zehn Tagen "Wien umgehen" anfangen wird. Der gebürtige Mexikaner lebt zwar bereits seit 14 Jahren in Wien, trotzdem hat es ihn noch nie in diese Gegend verschlagen. Als ihm der 19. Bezirk zugeteilt wurde, haben Freunde gesagt, er würde dann immer beim Heurigen sitzen. Heuriger, hat Gaspar geantwortet, da war ich noch nie. Weil ihm das Konzept des Projekts - 23 lokale und internationale Künstler verbringen je zehn Tage in einem der 23 Wiener Bezirke und müssen anschließend in irgendeiner Form berichten - zu frei war, hat sich der Theatermacher selbst ein strenges Korsett auferlegt: Zehn Tage will er den 19. Bezirk nicht verlassen, Termine mit seiner Gruppe werden in


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