Stadler muss gehen

Vorwort | FLORIAN KLENK | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

KOMMENTAR. Wer öffentlich einen Neonazi und Terroristen bewundert, kann nicht als Volksanwalt arbeiten. 

Ewald Stadler ist Volksanwalt der Republik Österreich. Er kontrolliert die Verwaltung und hat laut Gesetz "das Recht auf uneingeschränkte Einsicht in Akten". Volksanwälte werden zwar von politischen Parteien nominiert, haben sich jedoch nach ihrer Bestellung stets parteipolitisch zurückgehalten. Ihr Amt ist sensibel und seit der ORF-Reform wieder sehr öffentlichkeitswirksam. Sowohl der ORF als auch die Kronen Zeitung berichten wöchentlich über die neuen Fälle der Volksanwaltschaft. In regelmäßigen Abständen kann Ewald Stadler aus dem Fernsehen als Beschützer der Rechte des Volkes lächeln.

  Ewald Stadler galt auch in der FPÖ stets als extremer Politiker. Man nannte ihn "Dobermann", er war einer jener, die den politischen Ton im Parlament vergiftet haben. Als FPÖ-Klubobmann verteilte er vor wenigen Jahren staatspolizeiliche Akten über Jugendliche, die er für "linke


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