DOLM DER WOCHE: Kurth-Bodo Blind

Politik | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Zugegeben,der FPÖ-Hinterbänkler im Gemeinderat ist noch nie durch besonders gute Ideen aufgefallen. Der laut Eigendefinition "als Reichsdeutscher Geborene" (Jahrgang 1945) las schon 1997 im Gemeinderat die Namen von Ausländern in einem Gemeindebau vor, um auf die "Überfremdung" hinzuweisen. Nun hat sich Blind den Hundstrümmerln verschrieben. Die sollen in Zukunft nicht Herrl und Frauerl vom Gehsteig klauben, sondern dafür möchte der FP-Gemeinderat "Langzeitarbeitslose, Asylwerber, Flüchtlinge und sonst jemanden, der sich Geld verdienen muss", einsetzen. Schon ein bisschen inkonsequent, oder? In Graz verkleiden sich die FP-Kollegen als Bürgerwehr und meinen, das sei eine Aktion für Zivilcourage. In Wien verlangt die FP dafür nicht einmal von den Hundebesitzern, dass sie sich um das, was ihre Hunde auf der Straße liegen lassen, selbst kümmern. Anscheinend sind zumindest dafür Ausländer gut genug.


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