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Medien | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Was müssen sich Angehörige von Kolumnenschreibern nur denken, wenn ihr Privatleben von den Menschen, denen sie doch vertrauen, derart offensichtlich versteckt in die Öffentlichkeit gezerrt wird? Thomas Rottenberg lässt nicht nur in seiner wöchentlichen Kolumne auf derstandard.at seinen Lebensmensch A. regelmäßig vorkommen und sich von ihm inspirieren, worüber er kolumnieren soll - mittlerweile poppt die arme A. auch in Standard-Storys auf. Dort lesen wir dann von A.'s Gewichtsproblemen, Bikinizonen und so weiter. Will A. das auch lesen? Wird A. da nicht langsam böse? Standard-Kolumnistin Clarissa Stadler präsentiert sogar eine ganze Heerschar an Anfangsbuchstaben in ihren "Erscheinungen" im Rondo: T. fährt ins Salzkammergut, M. ruft an (jawohl: aus L.A.), N. hat sich ein Ikea-Bett gekauft, und A., B., C. und D. wollen essen gehen. Was denn? Buchstabensuppe etwa? Wie beruhigend: In Sven Gächters profil-Beziehungsterrorspalte "La dolce vita" kommt nur eine einzige Buchstabenfigur vor: Q. Aber welcher Vorname beginnt mit Q? Das frage ich mich jetzt schon seit geraumer Zeit. Und T. fragt sich das auch.


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