Kommentar: Burgtheater-Business as usual

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Klaus Bachler ist der vermutlich bestangezogene Intendant des deutschen Sprachraums. Das maßgeschneiderte Outfit des Burgtheaterdirektors wirkt zwar etwas konservativ, aber doch um einiges stilvoller als die schlabbrigen Anzüge und verschwitzten Hemden seines Vorgängers Claus Peymann. Auch Bachlers Pressekonferenzen sind atmosphärisch nicht mit denen von Peymann zu vergleichen: Während dieser jeden öffentlichen Auftritt wie ein Volkstribun für atemlose Brandreden zur Lage der Nation nutzte, verströmt Bachler die souveräne Gelassenheit eines Vorstandsvorsitzenden, der seinen Aktionären den wieder einmal überaus erfreulich ausgefallenen Geschäftsbericht präsentiert. Und während Peymann den Damen und Herren von der Presse regelmäßig den Kopf wusch, wenn die seine Leistungen mal wieder nicht angemessen gewürdigt hatten, bedankte sich Bachler diesmal ausdrücklich für die "genaue und interessierte Berichterstattung". Gern geschehen!

Es ist in den vergangenen drei Jahren bedeutend


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