FRANZOBELS HATTRICK: Fußball, Tod und Körpersäfte

Kultur | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Man darf nicht alles glauben, was in Klappentexten steht: Es stimmt etwa nicht, dass der Künstlername Franzobel auf das Ergebnis eines Länderspiels Frankreich gegen Belgien (Fran2:0Bel) zurückgeht; Franzobel ist weder eingeschriebenes Mitglied beim argentinischen Fußballverein Boca Juniors noch mit dem früheren Kärntner Stürmer Gogo Golautschnig "eng befreundet". Wahr hingegen ist, dass nun auch Franzobel ein Fußball-Buch im Sortiment hat: Es heißt "Mundial", ist rechtzeitig zur Fußball-WM erschienen und versammelt 19 Texte, die großteils für die Presse geschrieben wurden (eine Quellenangabe sucht man in dem insgesamt schlampig edierten Band allerdings vergeblich). Das sympathische kleine Buch enthält zwar keine "Gebete an den Fußballgott" (auch Untertiteln ist nicht immer zu trauen), dafür aber originelle Gedanken über deutschen Fußball, Schiedsrichter, weibliche Teamchefs und andere Abwegigkeiten. Auch die Frage, warum sich gerade Schriftsteller so gern mit Fußball beschäftigen,


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