Unheilbar Punk

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

FILM. Dokumentarfilm oder Melodram? In "engel + joe" erzählt Vanessa Jopp von der unmöglichen Liebe zwischen einer Ausreißerin und einem Kölner Fußgängerzonen-Punk. 

Jana Pallaske rennt und rennt, über eine Eisenbahnbrücke, durch die Fußgängerzone, von zu Hause weg rennt sie und direkt in die Arme der großen Liebe. In "engel + joe", nach "Vergiss Amerika" der zweite Spielfilm der Münchner Filmhochschulabsolventin Vanessa Jopp, spielt die 22-jährige Pallaske Joe eine Ausreißerin, die sich in den obdachlosen Punk Engel (Robert Stadlober) verliebt. Und von ihm zurückgeliebt wird, gleich auf den ersten Blick - eine amour fou, wie sie das deutsche Kino schon lange nicht mehr erzählt hat.

  Diese Liebesgeschichte aber ist, wie uns ein Titel noch vor Filmbeginn versichert, eine wahre. Sie basiert, wie ehedem auch "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", auf einer Stern-Reportage von Kai Hermann - was das Drehbuch allerdings nicht daran hindert, ganz nach Muster zu verlaufen:


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