Festwochen-Spielplan

Kultur | WOLFGANG KRALICEK / CARSTEN FASTNER | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Wir müssen wieder mehr miteinander reden: So könnte man die ersten Eindrücke vom Schauspielprogramm der diesjährigen Festwochen zusammenfassen. Ob im MuseumsQuartier oder im Kasino am Schwarzenbergplatz, ob auf Französisch, Englisch, Russisch oder Deutsch: Es wird auffällig viel gesprochen in den Sprechtheaterproduktionen der Saison. Nicht dass das unbedingt schlecht wäre: Die Zeiten, in denen das gesprochene Wort für jeden avancierteren Theatermacher als Feind galt, sind schon seit längerem vorbei, und natürlich kommt es immer drauf an, wie mit der Sprache umgegangen wird.

  Den bisher scheinbar einfachsten und zugleich überzeugendsten Weg ging der Russe Jewgenij Grischkowez in seinem Solostück "Wie ich einen Hund gegessen habe" ("Kak ja sjel sobaku"), das im winzigen, knallvollen dietheater Konzerthaus gastierte. Der Mann steht einfach nur da, lockert das Publikum mit ein paar Schmähs auf und schildert sich dann hundert Minuten lang weg. Vom kongenialen Simultanübersetzer


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