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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Ein wahrer Skandinavien-Hype hat den Jazzplattenmarkt ergriffen. Das liegt u.a. daran, dass Universal nun laufend auch ältere Aufnahmen von Bugge Wesseltofts Label Jazzland herausbringt, darunter etwa mit "Newborn Thing" (1999) und "Eight Domestic Challenges" (2001) der Formation Wibutee auch mäßig aufregende Beispiele für den Crossover von Elektronik und Jazz: schleifende Soundcollagen an fetter Akustik-Basslinie mit überblasenem Saxophon. Wobei das erste Album durch die Vocals von Live Maria Rogge an Charme gewinnt. Einigen Charme hat auch die Stimme von Sidsel Endresen, die auf "Out Here. In There." (Jazzland/Universal) mit Bugge Wesseltoft himself den State of the Electro-Acoustic Art definiert. "Accentuate the pretty parts, camouflage the rest", heißt es in einem Song, und das ist für Musik, die ganz wesentlich im Computer oder Studio entsteht, ohnedies die Devise. Auf dem vorliegenden Album wird die beachtliche physische Präsenz von Endresens individueller Stimme (ein bisschen


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