"Arschlöcher können gehen"

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

MUSIK. Nach neun Jahren Pause und jeder Menge Probleme veröffentlichen die von Ex-Pixies-Bassistin Kim Deal angeführten Breeders endlich wieder ein neues Album. 

Feuer! Feuer!" Kelley Deal will gerade eine Geschichte erzählen, doch ihre Zwillingsschwester Kim fällt ihr - nicht zum ersten Mal - ins Wort: "Du hast gesagt, das Zimmer war schuld!" "Na, hast du die Vorhänge denn nicht gesehen?", erwidert Kelley. "Die brannten nicht, die fingen an zu schmelzen. Alles Kunstfasern!" Die Breeders sind gerade vom All-Tomorrow's-Parties-Festival an der englischen Südküste ins Londoner Hauptquartier ihrer Plattenfirma zurückgekehrt. Dort hatten sie irrtümlich den ihnen zugewiesenen Bungalow abgefackelt. Stolz präsentieren Kelley und Kim die Brandblasen auf ihren Unterarmen. Ihre Bandkollegen Mando (Bass) und Richard (Gitarre) lächeln milde. Schlagzeuger José liegt am Boden und massiert entnervt sein Nasenbein.

  Um die eigenartige Psychologie dieser verhaltensauffälligen Band zu verstehen,


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