Drei Mal drei Schwestern

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

MUSIKTHEATER. Mit "Drei Schwestern" von Peter Eötvös ist bei den Festwochen eine der erfolgreichsten Opern der letzten Jahre zu hören. 

Fünf Neuinszenierungen von ein und derselben Oper in drei Jahren: So etwas erleben heute nicht viele Komponisten. Peter Eötvös (sprich: Ötwösch) jedenfalls hat es erlebt, und zwar mit seinen "Drei Schwestern", die nach ihrer Uraufführung in Lyon 1998 (Regie: Ushio Amagatsu) auch in Düsseldorf, Utrecht, Budapest und Freiburg neu in Szene gesetzt und bereits in beinahe zwanzig Städten aufgeführt wurden - dazu kommt jetzt auch Wien, wo die Produktion aus Lyon zu hören ist.

  Dieser für eine zeitgenössische Oper so ungewöhnliche Erfolg hängt, neben der musikalischen Qualität, sicherlich auch mit ihrer berühmten Vorlage zusammen - und damit, dass sich bislang überraschend wenige Komponisten an die Vertonung eines Theaterstücks von Anton Tschechow gewagt haben. Er hat aber auch seine ganz pragmatischen Gründe: "Ich bekenne mich zu dem


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