NÜCHTERN BETRACHTET: Grüner Spargel und Geschlechtsverkehr

Kultur | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Wenn ich des Morgens Gaudenzdorf verlasse, winken neue Kreationen auf dem Backwaren- und Bürosnacksektor aus den Vitrinen der Mann-Filiale, und in den Wartehäuschen hängen Plakate, die einem erst einmal einfallen müssen. Das gelingt immer wieder. Mit großem Wohlwollen verfolge ich zum Beispiel die neue Meinlwartehäuschenwerbelinie. Vor Wochen schon hatte man eine perlmuttfarbene Asiatin ins Wasser geworfen, in dem vor schwarzem Hintergrund fröhlich Blasen emportaumelten (Christopher Wurmdobler, hausintern auch "Christopher" oder "Wurmdobler" genannt, vermutete, dass das quecksilbrige Blasengetaumel durch offenbar recht ausgiebige Darmwinde der Schönen verursacht wurden und sich die Arme vor dem Shooting drei Tage lang von Bohnengulasch ernähren musste: "Bitte noch einmal, das war jetzt zu wenig. Meeresfrüchte, die achte - Klappe!!"). Neben Blasen waren auch Schamhaare zu sehen, was jetzt schon eine ziemlich hinterfotzige Spitze gegen das japanische Schamhaarabbildungsverbot war


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige