TIER DER WOCHE: Hirn mit Brei

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 21/02 vom 22.05.2002

Letzte Woche wurden hier Bisons und Büffel abgehandelt und schon meldet sich Frau K., die beim Büffeln für ihre Pathologie-Prüfung auf eine Frage gestoßen ist, die einem Millionenquiz würdig wäre: "Wie schaut ein Gondi aus? Meine bisherigen Informationen dieses Tier betreffend sind dürftig. Es soll aus Afrika stammen. 1908 wurde in diesem Nagetier der Erreger der Toxoplasmose entdeckt, welcher seither Toxoplasma Gondii heißt. Das ist Grund genug für mich, mehr über dieses Tier wissen zu wollen, das der Welt erspart hat, noch einen nach einem Arzt benannten Krankheitserreger ertragen zu müssen. Also: Ist es wuschelig? Wie groß ist es? Und natürlich auch: Gibt es noch viele davon?"

Wer unter Gondi nachschlägt, findet nur eine gleichlautende Sprache, die im südlichen Indien gesprochen wird. Der Trick besteht darin, nicht unter Gondi, sondern unter Gundi zu suchen. Gundis heißen auch Kammfinger, weil sie an den inneren Zehen jedes Hinterfußes einen hornigen Kamm zur Fellpflege


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige