"Böhmdorfer ist nicht böse"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

STRAFRECHT. Herbert Leirer, Chef des Vereins für Bewährungshilfe, über den gar nicht so tollen Jugendgerichtshof, die elektronische Fußfessel, den brüllenden Justizminister und dessen Beamte, die bisweilen unterm Tisch in Deckung gehen müssen. 

Die Debatte um die Schließung des Wiener Jugendgerichtshofes geht weiter. Richter laden zu Pressekonferenzen und weigern sich, für "Alibigespräche" mit dem Justizminister zur Verfügung zu stehen. Sogar ein Generalprokurator, der höchste Ankläger, ist gegen die Schließung des Gerichtes in der Rüdengasse. Diese Woche wird Justizminister Böhmdorfer zusammen mit Bundespräsident Thomas Klestil die Gefängnisse im Grauen Haus und in der Rüdengasse vergleichen.

  Vergangene Woche lud der Justizminister zu einer Expertenrunde, um die Verlagerung des Gerichtshofes und seiner jugendlichen Häftlinge ins Graue Haus zu diskutieren. Nach der Enquete, bei der die Medien nach Böhmdorfers Eröffnungsstatement den Saal verlassen mussten, sah der


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