Vernünftiges Töten

Politik | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

TIERSCHUTZ. Das Verbot der Tierquälerei wird neu geregelt. Soll man Mücken und Käfer in Zukunft nicht mehr töten dürfen? Wann leidet ein Tier "nötige Qualen"? 

Oh, Fliege, wenn ich dich kriege, dann reiß ich dir zwei, vier, sechs Haxen aus ..." So unbedarft trällerte Peter Cornelius noch zu Anfang der Achtzigerjahre in der Hitparade vor sich hin. In Bälde könnte der Austropopper aber nicht nur wegen Volksverdummung verurteilt werden. Denn das Bundesministerium für Justiz hat einen Entwurf für ein Gesetz zur Begutachtung ausgesendet, in dem unter vielem anderem auch der gerichtliche Straftatbestand der Tierquälerei (§ 222 StGB) neu geregelt werden soll.

  Nach der Stasis der großkoalitionären Jahre ist der Reformstaudamm nun gebrochen, und die Neugestaltung des geltenden Strafrechts kann sich über Österreich ergießen. Die bestehenden Gesetze über Suchtmittel, Waffen, Fremde und nicht zuletzt das Strafgesetzbuch sollen mit einem eigenen Gesetz geändert werden. Und weil


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige