Österreich, gefühlsbetont

Medien | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

DOKUMENTARFILM. Ein belgisch-französisch-österreichischer Dokumentarfilm blickt erstmals hinter die Kulissen von Österreichs mächtigstem Medium: der "Kronen Zeitung". 

Der Herausgeber und Chefredakteur sitzt gemeinsam mit einer jungen Redakteurin im Fond eines Automobils und sinniert. "Ich glaube, dass die Österreicher sehr tierfreundlich sind. Überhaupt gefühlsbetont, wissen Sie ..." Der Wagen hält in der Einfahrt eines burgenländischen Tierheims; der Landeshauptmann und ein Fotograf stehen schon bereit. Hans Dichand verteilt Leckereien an die Vierbeiner, und Maggie Entenfellner lacht in die Fotolinse. Als Nächster gerät der Landeshauptmann ins Sinnieren: "Na ja ... die Kronen Zeitung hat viel Macht in Österreich. Macht ist für mich ein neutraler Begriff ..."

  Szenen wie die eben geschilderte provozierten Ende April im Schweizer Nyon, dem Ort der Weltpremiere der französischen Version von "Krone: L'Autriche au quotidien" (deutscher Titel: "Tag für Tag ein Boulevardstück"),


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