Interview: Nett und hart, gemischt

Medien | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

Die Filmemacherin Nathalie Borgers verließ Ende der Achtzigerjahre Belgien, lebte zuerst in San Francisco und dann ein Jahr in Wien. Seit Mitte der Neunziger lebt sie in Paris; ihre durchwegs an sozialen und politischen Sujets orientierten Filme produziert sie zumeist in Kooperation mit Fernsehstationen wie der belgischen RTBF oder dem deutsch-französischen Sender Arte.

Falter: Wie hat die Arbeit mit der

"Krone" funktioniert? Für österreichische Verhältnisse ist es ja geradezu verblüffend, wie tief sie in den Betrieb hineinschauen konnten.

Nathalie Borgers: Ich habe Hans Dichand kontaktiert und gesagt, ich möchte einen Film über die größte Tageszeitung der Welt machen. Auch habe ich von Anfang an festgehalten, dass mich das Thema vor dem Horizont der Sanktionen und Haiders Rücktritt interessiert. Nur wenn wir darüber offen sprechen können, sagte ich ihm, wäre ich bereit, den Film zu machen - immerhin ist es ein Dokumentarfilm, kein Werbefilm für seine Zeitung. Dichand hat eingewilligt


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