Kommentar: Das Theater an der Wien geht weiter

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

Achtung, selten: Die Wiener Kulturpolitik trifft eine weitreichende Entscheidung und erntet rundum nur Lob. Was ist da passiert? Es geht um die Zukunft des Theaters an der Wien: Ab 2006 soll sie, wie Bürgermeister, Finanz- und Kulturstadtrat vergangene Woche bekannt gegeben haben so aussehen: Musical raus, Oper rein. Welche Oper von wem wann und wie reingelassen werden darf, das wird Festwochen-Musikdirektor Hans Landesmann im Auftrag der Stadt bis 2004 ebenso klären wie die Finanzierung dieses engagierten Vorhabens, das laut Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny jedenfalls ein "modernes, agiles Stadtopernhaus" zum Ergebnis haben soll.

Die Entscheidung beendet die quälende, jahrelange Debatte um eine adäquate Nutzung des Theaters - und nötigt die sonst eher uneinigen Fachleute zu seltener Harmonie: "Man hat sich gut entschieden", analysiert etwa Ljubisa Tosic im Standard, "also soll man auch gut zahlen." Wilhelm Sinkovicz, Musikkritiker Nummer eins der Presse, möchte zwar "schon auch


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