Hierzulande und sonstwo

Kultur | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

FILM. Die Welt und wir zur Jahrtausendwende: Zwei österreichische Dokumentarfilmproduktionen richten die Kamera auf den "Rand" der Welt respektive auf nur allzu bekannte österreichische Verhältnisse.

Es gibt Momente im Film, in denen Zeit spürbar wird. Beispielsweise im folgenden: Ein Mann sitzt, anscheinend eine Ewigkeit lang, unbewegt auf einem Hang, streckt kurz das Bein, gähnt, um im nächsten Moment pfeilschnell mit einem Netz und in ruckartiger Bewegung einen Vogel aus der Luft zu fangen. Um zu solchen Momenten zu gelangen, bedarf es der Geduld und der Ausdauer: aufseiten des Jägers, der Filmemacher und des Publikums.

  "Elsewhere", der neue Film des österreichischen Dokumentarfilmers Nikolaus Geyrhalter ("Das Jahr nach Dayton", "Pripyat"), beschreibt in vier Stunden und zwölf Episoden die zwölf Monate des Jahres 2000, von den Rändern der industrialisierten Welt aus betrachtet: bei Fischern, Jägern, Bauern und Wildhütern auf vier Kontinenten. Wie alle Filme Geyrhalters


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