OHREN AUF! Haydn français

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

Der französische Pianist Alain Planès, einst Solist beim Neue-Musik-Ensemble Intercontemporain, blickt nach seinem fantastischen Schubert-Sonaten-Zyklus nun noch weiter in die Vergangenheit und beginnt eine Serie der Klaviersonaten von Joseph Haydn (Harmonia Mundi France). Schon der erste Band (Fantasie C-Dur und die Sonaten Nr. 11, 31, 38 und 41) macht klar, dass man da von Anfang an dabei sein sollte: In bestechender Klarheit breitet Planès sowohl die für "Amateurs" als auch die für "Connoisseurs" geschriebenen Sonaten aus (eine damals streng vorgenommene Unterscheidung, die sich sowohl auf die Anforderungen an die Ausführenden als auch auf die gebotene kompositorische Finesse bezieht).

Ganz im Sinn seines ehemaligen Lehrers Pierre Boulez konzentriert sich Planès darauf, die in ihrer Komplexität zum Teil an J.S. Bach heranreichenden Strukturen durchhörbar zu machen. Und weil sein eigener Spielwitz mit dem kompositorischen Witz Haydns lässig Schritt hält, ist das Ergebnis vor

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