"Schon wieder Architektur!"

Kultur | WOJCIECH CZAJA | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

STREITGESPRÄCH. Dass es in Österreich zwar eine rege Architekturszene gibt, aber nur wenig aufregende Architektur auch tatsächlich gebaut wird, liegt nicht zuletzt daran, dass eine bürokratisch verzopfte Architektenkammer dies eher verhindert als fördert. Anlässlich der bevorstehenden Kammerwahlen bat der "Falter" die Architekten Elsa Prochazka, Franz Denk und Raoul Proché zu einem Streitgespräch.

Spricht man von avancierter zeitgenössischer Architektur, denken die meisten an die Niederlande und an London, bestenfalls noch an Vorarlberg. Tatsache aber ist, dass es in Wien mehr junge, progressive und exzentrische Büros gibt als irgendwo sonst. Internationalen Architekturzeitschriften gilt Wien zwar längst als Stadt für neues Bauen, und dennoch strotzt das Straßenbild nicht gerade vor hochwertiger, aufregender neuer Architektur. Nicht zuletzt sorgen fragwürdig durchgeführte Wettbewerbe und abgesprochene Juryentscheidungen dafür, dass die Etablierten den nachrückenden Architektengenerationen


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