Im Namen der Sicherheit

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

ÜBERWACHUNG. Patrouillen in Einkaufsstraßen, Videoüberwachung für Fußgängerzonen: Mit neuen Angeboten wollen private Sicherheitsfirmen am wachsenden Markt der Verunsicherung noch bessere Geschäfte machen. Wie viel Sicherheit verträgt eine offene Stadt? Wo leidet die Freiheit? Und wann fürchten sich die Menschen? 

Die hübsche Blondine lächelt ihm ganz dankbar nach. Nur keine Angst, der fesche Kerl im knallorangen Jackerl mit dem Private-City-Patrol-Logo hat die Situation im Griff, sprintet mit flotten Turnschuhen gerade einem Bösewicht hinterher. "Sekunden, die entscheiden!", "Service in trust", ruft es dazu vom Prospekt der Securitas. Den bunten Folder hat Martin Wiesinger, Geschäftsführer des privaten Sicherheitsunternehmens, vor ein paar Wochen an diverse Geschäftsleute rund um die Kärtner Straße geschickt. Um ihnen ein wenig mehr Sicherheit für ihre noblen Geschäfte zu bieten: mit zwei orange-grau gewandeten Sicherheitsleuten, ausgestattet mit Funkgerät, Pfefferspray


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