Floridsdorf, Jamaika

Stadtleben | KLAUS STIMEDER | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

REGGAE. Der neue Star am Dancehall-Himmel, Markus Oswald, kommt nicht aus den Slums von Kingston. Sondern aus Floridsdorf. 

Markus Oswald ist der Boss. Spätestens jetzt besteht daran kein Zweifel mehr. Seit kurzem macht der 24-jährige Wiener auf beiden Seiten des Ozeans Furore. Sein Künstlername: "O$$Bo$$". Seine Musik: Dancehall-Reggae. Der Grund für den plötzlichen Ruhm: Jamaikanische Szenestars wie Sean Paul, Loogaman, Al Pancho, aber auch europäische Größen wie Tolga oder Camel voicten einen Riddim, der im Studio des Labels DHF Records in Wien von Oswald produziert wurde. "Voicten"? "Riddim"? Willkommen in der wunderbaren Welt der szeneinternen Sprachcodes. Also noch einmal, auf Deutsch. Oswalds hat es geschafft, dass bekannte Reggae-Stars erstmals einen von einem Österreicher produzierten Rhythmus zur Grundlage ihres Gesangs machten.

  Die Platten, gepresst auf Vinyl im klassischen Seven-Inches-Format, werden in Jamaika hergestellt, als Partner für den weltweiten Vertrieb


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