Geld und Geist

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

SOHO IN OTTAKRING. Bis zum 8. Juni ist das Brunnenviertel noch die farbenprächtigste und wohl auch spannendste Kunstmeile der Stadt. Erstmals zeigen sich dieses Jahr auch Bierbrauer kunstsinnig. 

Markanter könnten die Unterschiede kaum ausfallen: Hier ist ein unansehnlicher Betonklotz, hier, in der Zentrale der Ottakringer Brauerei, regiert das Geld, hier sitzt ein griesgrämiger Portier, der den Schranken nur öffnet, wenn man etwas mit Bier im Schilde führt.

  Dort, im Brunnenviertel, wird seit vier Jahren das Kunstfestival Soho in Ottakring veranstaltet. Laut, bunt, schreiend geht es dabei verlässlich zu, der Geldmangel ist chronisch, Portiere sind, bitte schön, verboten.

  Dennoch: Ula Schneider, der Organisatorin von Soho, ist mit der Einbindung der Bierbrauer in das Kunstspektakel ein Coup der Sonderklasse geglückt. Neben Institutionen wie artLab, der Basis Wien und dem Österreichischen Kulturservice sind die seit 1837 im Dienste der Grundnahrungsversorgung tätigen Getränkehersteller


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