TIER DER WOCHE: Singspiele


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 22/02 vom 29.05.2002

Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, kann man ganz mit Shakespeare resümieren. Letzten Samstag ging nicht nur der Eurovision Song Contest zu Ende, sondern auch der vom estnischen Naturfonds und dem Ornithologieverband parallel dazu organisierte Bewerb "Birdeurovision". Jedes europäische Land konnte einen Vogel nominieren, der auf seinem Gebiet brütet oder zumindest durchzieht. 21 Staaten haben sich daran beteiligt und ihre tirilierenden Sänger in nationalen Ausscheidungen bestimmt. Deutschland war mit dem Zaunkönig vertreten, nur aus Österreich kam kein Ton. Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, dass die Nominierung an der Uneinigkeit der Regierung gescheitert sei: Klubobmann Khol hätte die Schwarze Amsel favorisiert, Herr Westenthaler hingegen das Blaukehlchen. Dieses Gerücht kann aber nicht bestätigt werden. Jedenfalls, Sieger wurden bei der professionellen Jury - wenig originell - der estnische Kandidat, die Nachtigall. Bei der Publikumsentscheidung via Internet gewann

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