VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

Anlässlich des Fünf-Jahres-Jubiläums erklärte Hermann Leeb, warum es "im Prinzip gar nicht möglich war, eine Zeitschrift wie den ,Falter' zu verlegen".

Wie war und ist es also möglich, eine Zeitschrift wie den Falter zu verlegen? Im Prinzip gar nicht, und uns gelang und gelingt es nur unter der Voraussetzung, dass die Mitarbeiter einen Großteil ihrer Arbeitskraft gratis investieren. Wir danken uns selber. Beobachtbar ist eine große Expansion, was Auflage, Umfang, Verkauf und Inserateneinnahmen betrifft. Beobachtbar sind Verbesserungen in der Produktion. Im August 1980 erwarben wir aus der Konkursmasse der Maoisten günstig ein modernes Fotosatzsystem.

  Unsere Expansion machte auch zweimal einen Wechsel der Redaktionsräume notwendig. Die Verfünffachung unseres Umsatzes zwischen 1978 und 1982 mag für den Außenstehenden vielleicht beeindruckend sein, gibt die Situation unseres Betriebes aber nur schlecht wieder. Eine Antwort auf die Frage, warum wir damit nicht zufrieden sind, gibt die genauere Analyse der Kostenstruktur. Den Verdienst eines halben Mitarbeiters haben sich im Jahr 1978 fünf bis sieben Personen geteilt. 1982 verteilt sich der Verdienst von viereinhalb auf acht Angestellte (drei ganztags, fünf halbtags) sowie auf Honorare und stundenweise Aushilfen. Damit sind wir nicht zufrieden.


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