DOLM DER WOCHE: Anton Leikam

Politik | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

"Er hat Größe gezeigt", sagt der Kärntner SP-Vorsitzende Peter Ambrozy zum Rücktritt des SP-Abgeordneten Anton Leikam. "Respekt" äußert SP-Chef Alfred Gusenbauer. Dem kann man sich nur anschließen. Wie toll, dass ein Politiker, der blunzenfett mit zwei Promille im Blut erwischt wird, nach langer Bedenkzeit doch beschließt, sein Mandat zurückzulegen. Aber nicht aufgrund schlechten Gewissens. Nicht etwa, weil er seiner Partei mit der Aussage "Ich habe schließlich niemanden umgebracht" schon genug Schaden zugefügt hat. Nur aus "familiären Überlegungen" möchte Anton Leikam zurücktreten. Und schimpft dabei noch über die "Gefühlskälte" in der SPÖ, die den Alko-Lenker nach vierzig Jahren Parteiarbeit in die Wüste schickt. Vielleicht findet sich in der Sozialistischen Jugend ein Plätzchen für den unglücklichen Exmandatar. Dort heißt es nämlich schon lange: "Don't drink and drive - smoke and fly."


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