Die letzten Zeugen


FLORIAN KLENK
Politik | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

NS-VERBRECHEN. Ein Historikerteam versucht nun, die Erinnerungen der Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen zu dokumentieren.

So ein Tag im Steinbruch lässt sich schwerlich wahrheitsgetreu schildern. Auf den Stufen begannen die Blockführer in die letzten fünf hineinzudreschen. Diese fünf, den Schlägen ausweichend, warfen die vor ihnen gehenden Reihen zu Boden, und die ganze Hundertschaft bildete im Steinbruch einen Knäuel von Körpern, in welche die Capos mit Prügeln hineinschlugen" (Mauthausen-Häftling Milos Vitek).

  Ein Häftling, der davonlief "wurde im Block 20 auf den so genannten Operationstisch gelegt, bekam die Holznarkose und wurde von Kleingünther (ein NS-Arzt, d. Red.) mittels Herzinjektion kaltblütig ermordet. Kleingünther hat massenweise Tausende Häftlinge auf diese Art ermordet" (Mauthausen-Häftling Frantisek Poprawka).

  Es gibt nicht viele Häftlinge, die über den Alltag in einem der fürchterlichsten Konzentrationslager berichtet haben. Mehr

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