In Riedls Revier

Politik | FlORIAN KLENK | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

KRIMINALITÄT. Die Wiener Geschäftsleute wollen eine Bürgerwehr. Einer kann darauf verzichten: Mit Pistole und Handschellen stellte der Antiquitätenhändler Wilhelm Riedl vergangene Woche seinen 850. Dieb. Sogar der Bundespräsident hat ihn dafür gelobt. 

Am 10. Februar dieses Jahres wurde der rumänische Staatsbürger Roman R. auf offener Straße verhaftet. "Er hatte sich", so vermerkt das Polizeiprotokoll, "mit schwarzer Lederjacke und Rucksack im Bereich des Straßenzuges Spiegelgasse-Plankengasse-Bräunerstraße aufgehalten." Hinter ihm, so protokolliert der Polizist, "machte sich der Zeuge Riedl bemerkbar, indem er auf den Angezeigten deutete und sagte, dass es sich bei ihm um den Täter handelt." Die Polizei hatte den Dieb natürlich nicht selbst gefunden. Riedl hatte sie gerufen.

  Der "Zeuge Riedl" gab an, dass er beobachtet hatte, wie der Rumäne mehrere Passanten darum bat, ein Zwei-Euro-Stück zu wechseln. Dabei habe der "Trickdieb" seinen Opfern unbemerkt das Geld aus


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