Böses Blut


NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

AFFÄRE. Homosexuelle dürfen beim Roten Kreuz kein Blut spenden. Eine sinnvolle Gesundheitsmaßnahme? Oder doch nur ein billiges Vorurteil?

S ie wollte nur ein bisschen Blut spenden. Doch nachdem die junge Frau den Fragebogen wahrheitsgemäß ausgefüllt hatte, erklärte ihr der zuständige Arzt, dass sie nicht zum Blutspenden zugelassen sei. Der Grund: Die willige Spenderin ist lesbisch. "Dass die betroffene Frau seit Jahren in einer monogamen Beziehung lebt, hat den Arzt nicht interessiert", erzählt Verena Fabris.

  Die Anschläge-Journalistin Fabris hat mit einem Artikel über die Behandlung von Homosexuellen durch das Rote Kreuz für Aufregung gesorgt. Auf der Homepage des Roten Kreuzes wird seitdem heftig gestritten, ob Schwule und Lesben "gefährliches Blut" haben oder nicht. Immer wieder melden sich Betroffene, die aufgrund ihrer Homosexualität abgelehnt wurden.

  "Absurd" findet Helmut Graupner, Rechtsanwalt und Präsident des Rechtshilfekomitees Lambda, diese Regelung. Denn

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