WIENBILD

Politik | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

Wer liegt denn da? Am 28. Mai standen viele ahnungslose Wienerinnen und Wiener vor einem Problem. Obdachlose? Junkies? Opfer von Gewalttaten? Nichts von alledem: Achtung, Kunst! Im Rahmen einer Festwochen-Aktion wurden 25 lebensecht gestaltete Puppen in der Stadt verteilt, die acht Stunden lang für Verunsicherung sorgten. Das vom argentinischen Theatermacher Emilio García Wehbi konzipierte und von den Teilnehmern eines Workshops realisierte Projekt erinnert an das Prinzip "Versteckte Kamera" - tatsächlich wurden die Reaktionen der Passanten auf Video und Kamera dokumentiert. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Manche gingen achtlos weiter, andere riefen Rettung und Polizei zur Hilfe. Am coolsten reagierte ein dreijähriges Mädchen: "Schau, Papa, eine Puppe!"


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