PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

Olympische Spiele sind offenbar saufad. Wären sie spannend, wäre Finger jr. für seine Kolumne "Adi & Edi exklusiv" im U-Express am Mittwoch vor der Eröffnung in Salt Lake City doch sicher etwas Exklusiveres eingefallen als: "Der Überraschungseffekt macht Olympia genauso aus wie der vierjährige Intervall (sic!) zwischen den Spielen." Franz Klammer, Kärntner Olympiasieger und Schmähtandler, schrieb am selben Tag in TV-Media ähnlich pfiffig: "Olympia - das ist für jeden Sportler etwas ganz Besonderes. Die Besten aller Nationen treten im sportlichen Wettkampf gegeneinander an - das macht den Reiz von Olympia aus." Die Kronen Zeitung machte die Sache am Sonntag dann doch ein wenig aufregender: "Wenn wir Glück haben, können wir heute mit dem erregenden Gefühl zu Bett gehen, bereits vier Medaillen zu haben", schrieb Michael Kuhn, "haben wir aber Pech, stehen wir mit leeren Händen da." Wie Sie sicher wissen, lag er am Abend nicht mit leeren Händen im Bett. Blöderweise gewann der Falsche. Doch der U-Express hatte schon am Freitag in weiser Voraussicht getitelt: "Medaillenhoffnung muss zur Untersuchung." Dringend.


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