These Boys are Tocotronic

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

MUSIK. Mit ihrem jüngsten Album mutieren Tocotronic endgültig von der stilprägenden Indie-Schrummel-Formation zu den Beatles der deutschsprachigen Popszene. Mit dem "Falter" sprachen Dirk von Lowtzow und Jan Müller über den Spaß am Zitieren, die Sehnsucht nach Utopie und ihr Faible für die Sisters of Mercy. 

"Dort aus dem Dunkel schauen zwei Augen

und ihr Blick ist finster und schön.

Ich merk es genau, doch kann es kaum glauben

wir werden verwundet durch das, was wir sehen.

Ich merk es genau, doch kann es kaum glauben

der Kampf, den wir führen, muss weitergehen."

Tocotronic: "Free Hospital", 2002

Dirk von Lowtzow ist ein außergewöhnlich höflicher Mensch. Es gibt zwar Dinge, die der Sänger, Songwriter und Gitarrist nicht leiden kann, aber er überlegt es sich lieber dreimal, bevor er seine Antipathien dezidiert artikuliert. Gar nicht ausstehen kann es der 31-Jährige etwa, wenn Leute auf den Konzerten seiner Band Tocotronic jene Lieder lauthals mitgrölen, die er ihnen gerade vorzusingen


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