HipHop nach dem Essen

MATTHIAS DUSINI und NICOLE SCHEYERER  | Kultur | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

KUNST. In ihrer Konzept- und Performance-Kunst, die zurzeit in einer großen Retrospektive der Generali Foundation gewürdigt wird, hat sich Adrian Piper mit dem Rassismus in den USA auseinander gesetzt. Mit dem "Falter" sprach sie über fragwürdige Entwicklungen im HipHop, über die hinduistischen Einflüsse bei Immanuel Kant und ein Gemeinschaftsbadezimmer in Heidelberg. 

Rassismus ist für mich ein größeres Problem als Sexismus", sagt Adrian Piper. Zeit ihres Lebens kämpfte die heute 54-jährige Künstlerin und Philosophin mit dem Widerspruch, hellhäutig und Afroamerikanerin zu sein. "Bis zu dem Zeitpunkt, als meine Familie aus Harlem wegzog (ich war vierzehn), bestanden meine sozialen Kontakte fast nur aus weißen Schulkameraden der oberen Mittelklasse und schwarzen Spielkameraden aus der Nachbarschaft, die der Arbeiterklasse angehörten. Beide gaben mir das Gefühl, beiden Rassen gleich fremd zu sein", schreibt Piper in dem autobiografischen Text "Als weiß durchgehen, als schwarz

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