Land in Sicht!

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

NEUES LOKAL. Manche Dinge dürfen einfach nicht verschwinden. Das Schutzhaus Neu Brasilien an der unteren Alten Donau zum Beispiel. Und tuts auch nicht.

Es gibt da ein paar gastronomische Regionen in Wien, die irgendwie unter Denkmalschutz stehen. Die Heurigen in der Kahlenberger Straße zum Beispiel, Würstelstandeln, die meisten Kaffeehäuser und dann natürlich die Gastronomien an der Alten Donau: Auch, wenn man lange nicht alles super findet, was da geboten wird, so sollte es sich halt doch bitte nicht verändern, weils dort nämlich genauso gehört. So und nicht anders.

Umso heftiger traf vorigen Herbst die Nachricht, dass das Neu Brasilien zusperrt. Jetzt war dieses Schutzhaus mit dem bürgerlichen Namen Baumann sicher nie das originellste, beste oder authentischste seiner Art an der Alten Donau. Nur klang da eben immer dieser großartige Name, außerdem vermittelte die Kontinuität einer über dreißigjährigen Pacht Verlässlichkeit, und nicht zuletzt gab es da eine Terrasse am Wasser,


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