Rising goals

Stadtleben | KLAUS STIMEDER | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

Korea/Japan 2002. Der WM-Ankick ist erfolgt. Zeit für eine erste Bilanz.

Beim Fußball ist immer Zeit, Bilanz zu ziehen. Ob die ersten zwanzig Minuten vorbei sind, ob zur Halbzeit, ob nach den ersten paar Spielen. Die Frühstücks-WM, die sich in Wahrheit bis weit nach dem Mittagessen zieht, erweist sich, was die Bilanz angeht, bisher als äußerst erfreulich. Eigentlich könnte man jetzt schon getrost abpfeifen. Denn schon nach kurzer Zeit hatte man jede Gattung durch, die Weltmeisterschaften so attraktiv machen. Genauer gesagt, alle sechs Gattungen, ohne die Fußball nicht das wäre, was er ist.

Gattung eins: die Weltsensation, mit der nun wirklich kein Mensch gerechnet hat. Die Kolonie besiegt das Mutterland. Dakar tanzt, Paris weint. Die afrikanischen Gazellen rupfen den gallischen Hahn, Senegal schlägt Frankreich. Wettbürobesitzer machen ein Fass auf. Gattung zwei: die Überraschung, die in dieser Form wirklich unmöglich vorauszusehen war. Deutschland, das nach eigenem Bekunden


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