TIER DER WOCHE: Ballterror


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 23/02 vom 05.06.2002

Fußball also. Eine begeisterte Redaktion im Rücken, überall die beliebte Wuchtelwette und frontal das globalisierte Sportereignis. Schlechte Zeiten für Fußballhype-Hasser, aber da müssen wir jetzt wohl durch.

Auch im Sport kommt Tieren eine große Bedeutung zu. Aber nicht so sehr deswegen, weil Bodenorganismen sieben Gewichtsprozent des Erdbodens - auf dem jetzt so hysterisch herumgetrampelt wird - ausmachen. Denn in einem Quadratmeter Wiesenboden kommen bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern etwa 2000 Regenwürmer und 1000 Ameisen vor. Für den modernen Sportrasen gilt das natürlich nicht mehr, da ist schon der Platzwart vor. Nein, wichtig sind Tiere nur als Talisman und Identifikationsfigur für den favorisierten Verein.

Im deutschen Fußball haben Maskottchen eine sehr lange Tradition. Die "Löwen", zum Beispiel, sind die Spieler des Vereins 1860 München, und bei jedem Heimspiel des 1. FC Köln steht sogar ein lebender Geißbock namens Hennes am Spielfeldrand.

Und dann gibt es ja

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