Zuflucht Schloss Damtschach

2002. Ganz Kärnten ist von Feschisten* besetzt. Ganz Kärnten? Nein, im kleinen Schloss Damtschach leisten die Orsini-Rosenbergs und ihre Freunde Widerstand. Ihr Zaubertrank: Kunst. 

Christian Spiegelfeld | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Damtschach liegt eigentlich nirgendwo. Nicht am See, nicht am Berg, einfach nur zwischen Klagenfurt und Villach. Es eignet sich in keiner Weise zum Schifoan, auch nicht zum Flanieren auf Uferpromenaden. Eher zum Pferdewechseln, wie dies schon die Römer auf dem Weg in den Norden hier getan haben sollen. Sanfte Hügel, da und dort ein kleiner See, saftige Wiesen. Keine steilen Felsen für kühne Burgen, kein Fluss, an dem es sich zu raubrittern lohnte. Hat die Gegend überhaupt Sinn?

Im Jahre 1511 wurde endlich alles anders: Die Khevenhüllers, vermutlich satt vom ständigen Säbelrasseln auf Burg Hochosterwitz, hatten plötzlich Lust auf ein Lustschloss. So entstand Damtschach. Nicht gleich in der heutigen Form; wie überall in Österreich mussten erst deutliche barocke Spuren hinterlassen werden.

Richtig lustig ums Lustschloss wurde es zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als der damalige Besitzer Baron Jöchlinger von Jochenstein mit der Gestaltung eines englischen Landschaftsgartens begann.


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