INTERVIEW ERNST STRASSER: "Ich bin ein emotioneller Mensch"

Politik | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Falter: Herr Innenminister, wieso sägen Sie den Chef der Gendarmerie über Nacht ab? Ist Kritik in Ihrem Hause nicht erlaubt?

Ernst Strasser: Er ist und bleibt Chef der Gendarmerie, er ist vorübergehend mit einer neuen Aufgabe betraut. Die Leitung der Flugpolizei war unbesetzt und es ist notwendig, dass Führungskräfte in der Zentrale entsprechende Reformen der Zentralstelle auch mittragen.

Nicht nur der Gendarmeriegeneral wirft Ihnen "menschliche Kälte" vor. Selbst der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Regau hat sich beschwert, dass Sie ihn samt Delegation bei einem Treffen in Ihrem Büro als "Berserker" beschimpft haben, weil er gegen die Schließung des Gendarmeriepostens protestiert hatte.

Wie man in den Wald ruft, so tönt es zurück. Ich habe keine Absicht, meine Kindheit zu verleugnen, nur weil ich jetzt eine gewisse Zeit Innenminister bin.

In Ihrem Haus werden Sie als Choleriker beschrieben.

Gibts Beispiele?

Sie sollen einem Mitarbeiter Ihren Labtop nachgeschmissen haben.

Das ist


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