HÄUPL UND DIE "BETTLERMAFIA" Aktion scharf?

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Ich verlange, dass die Polizei etwas tut", forderte der Mann vergangenen Donnerstag auf Seite drei der Kronen Zeitung und befahl der Polizei, sich "mehr um die Ordnung zu sorgen", anstatt "Leute zu quälen". Die Exekutive solle die "Bettelei entschieden bekämpfen" und eine "Aktion scharf" gegen die Bettler-Mafia durchziehen, anstatt Falschparker zu bestrafen.

  Bettlermafia? Bekämpfen? Hier spricht nicht der Obmann der FPÖ, sondern Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl, der dafür zum Dank fette Schlagzeilen der Krone sowie lauten Protest der Sozialistischen Jugend erntete. Die FPÖ setzte nach. FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler verlangte nicht nur ein "Feuerschwert" gegen Drogendealer, sondern auch "Sperrzonen für Bettler".

  Tatsächlich gibt es in Wien organisierte Bettelei. Mit "Mafia" hat das jedoch wenig zu tun. Wilhelm Riedl, der Antiquitätenhändler und selbst ernannte "City-Cop" (siehe Falter 23/02), der mit Pistole und Handschellen in Wien bereits 850 Taschendiebe gestellt


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