WIENZEUG

Politik | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Unterschlagene Worte. müssen zurückgegeben werden, dachten die Künstler Wolfram P. Kastner und Martin Krenn und vervollständigten vergangenen Sommer gemeinsam die Salzburger Theodor-Herzl-Gedenktafel "In Salzburg brachte ich einige der glücklichsten Stunden meines Lebens zu" in einer öffentlichen Aktion handschriftlich mit dem nächsten Satz aus Herzels Tagebuchaufzeichnungen: "Ich wäre auch gerne in dieser schönen Stadt geblieben, aber als Jude wäre ich nie zur Stellung eines Richters befördert worden." Die Reaktion der Behörden: Sofortige Übermalung und Anzeige wegen Sachbeschädigung. Nachdem sich nun Bundespräsident Thomas Klestil für die vollständige Wiedergabe des Zitates ausgesprochen hat, kommt Bewegung in die Causa Herzl: Jetzt kann sich auch Salzburgs roter Bürgermeister Heinz Schaden eine Änderung der Gedenktafel vorstellen.

Gedenktafel, die Zweite. Auch in Wien wurde so manches vergessen: Eine neue Gedenktafel soll im 8. Bezirk an den Journalisten und Schriftsteller

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