Kommentar: Marboe, Mailath und die Frauen

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Wieder einmal gibt es Streit um den kosmos frauenraum. Aber diesmal ist es nicht Leiterin Barbara Klein, die Protestpressekonferenzen einberuft, sondern die Politik. Und diesmal geht es nicht darum, dass das Frauenkulturzentrum keine Subventionen bekommt, eher ums Gegenteil. Zugegeben: Die Situation ist etwas verwirrend. Aber das ist in Zusammenhang mit dem kosmos ja nichts Neues. Was also ist jetzt schon wieder passiert?

Im Kulturausschuss des Wiener Gemeinderats wurde mit den Stimmen der SPÖ beschlossen, dem frauenraum für 2002 eine Subvention in Höhe von 145.000 Euro zu gewähren. Mit diesem Betrag - umgerechnet rund zwei Millionen Schilling - könnte der Verein, der im März Konkurs anmelden musste, seine Schulden tilgen, den Zähler gleichsam wieder auf "null" stellen. Die Entschuldung ist allerdings mit einer Bedingung verknüpft: Die Leitung des kosmos frauenraums ab 1.1.2003 muss im Gegenzug ausgeschrieben werden.

"Eine unerlaubte politische Einmischung!", protestiert Exkulturstadtrat


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