Die Welt von A bis Z

Kultur | MATTHIAS DUSINI / Kassel | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

KUNST. Die Documenta 11 ist besser als ihr Ruf. Dem Kurator Okwui Enwezor ist eine spannende Schau geglückt, in der die Koordinaten der westlichen Kunstwelt verschoben werden. Malerei und Skulptur verblassen neben Filmdokumentationen über die Globalisierung. 

Am Eröffnungssamstag ist fast alles fertig. Einige Leitern stehen noch herum. Der Orientierungsplan stimmt nicht ganz mit der wirklichen Position der Kunstwerke überein. Die Fotos der österreichischen Künstlerin Lisl Ponger vom G8-Gipfel im letzten Juni in Genua zum Beispiel hängen außer Plan neben den Fotos des Südafrikaners Kendell Geers im Kulturbahnhof, einem der vier Ausstellungsorte. Auf Geers' Aufnahmen sind Verbotsschilder der Zufahrten zu den Wohngebieten von Kapstadt zu sehen. Genua neben Kapstadt, das macht Sinn, auch wenn es nicht im Plan steht: Geographie als Einteilung der Welt in ökonomisch bedingte Sicherheitszonen. Wie in vielen anderen Bildgeschichten dieser welthaltigen Ausstellung sind auch hier die Schwellen


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