King is Queen

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

TANZ. Vor dreißig Jahren ist die gebürtige Engländerin Liz King zum ersten Mal nach Wien gekommen. An der Volksoper hatte jetzt ihre neue Choreographie "Hyde and Jekyll" Premiere. Ein Porträt. 

Es ist ein schwüler Tag, ein Gewitter liegt in der Luft. Die Fenster im Probenraum der Volksoper stehen weit offen, der Straßenlärm schafft eine eigenartige Soundkulisse. Liz King probt noch, wir sind zum Gespräch verabredet, aber alles ist gerade so schön "im Fluss". Vielleicht möchte ich ja zusehen. Warum nicht.

  Rückblende: 1984 zeigen Liz King und ihre Gruppe Tanztheater Wien im Künstlerhaus-Theater "Wien, Wien du bist allein" - eine Expedition in die Abgründe des goldenen Wiener Herzens, Schauplatz ist ein Café mit einem Ober namens Freud. Ich war für die Vorstellung extra nach Wien angereist, und jetzt saß ich Landei schon ganz entspannt vor dem Theater und plauderte mit King und Ensemblemitgliedern.

  Symptomatisch an beiden Szenen ist, wie wenig Berührungsängste Liz


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige