Maximal Kino

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

FILM. Auge an Großhirn: Wahnsinn! Neben dem Technischen Museum wurde Europas größtes IMAX-Kino eröffnet. Auf der Riesenleinwand lebt die Panorama-Idee aus dem 19. Jahrhundert weiter. 

Tauchen, ohne nass zu werden" - was kann das bedeuten? Im Falle des kontemplativen Unterwasserstreifens "Tiefen der Meere" nicht weniger als die überzeugende Illusion, durch Tangwälder und Tintenfischschwärme zu schwimmen. Solange man die 3-D-Brille nicht abnimmt, ist der stereoskopische Effekt dieser neuen IMAX-Produktion tatsächlich verblüffend.

  "Tiefen der Meere" empfiehlt sich in diesem Sinne als idealer Einstieg für IMAX-Neulinge. Das Kürzel selbst steht für "Image Maximum" und ist - seit dem Aussterben von Konkurrenztechnologien wie Cinerama oder Showscan - ein Synonym für totales Kinoerlebnis und hyperreale Illusionen. Herbeigeführt wird dieser Effekt durch die vielfache Übersteigerung "klassischer" Kinozutaten. So stellt allein der Filmstreifen beinahe zehnmal mehr Belichtungsfläche


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