NÜCHTERN BETRACHTET: Meine zwei Feinde im Fitnesscenter

Kultur | aus FALTER 24/02 vom 12.06.2002

Wenn der Chefredakteur das Zimmer betritt, und ich den Bürosessel in Bewegung setze, um Sichtkontakt herzustellen, ohne den Kopf wenden zu müssen, weiß der Chefredakteur, dass a) sein Stellvertreter einen steifen Hals hat und b) es wieder einmal Zeit für den nachdenklich stimmenden Vortrag zum Thema "Artgerechte Unterbringung in Büros" wird, der mich einerseits zur Selbstermächtigung in Sachen Neuordnung des Mobiliars ermuntern möchte, mich andererseits mit väterlichem Wohlwollen in der Gruppe der Haltungsgeschädigten begrüßt. Dabei tu ich ja was! Bereits seit Wochen besuche ich ein calvinistisches Fitnessstudio, in dem ärmellose T-Shirts ebenso verboten sind wie Hosen ohne Hosenbeine. Stattdessen gibt es einen riesigen Maschinenpark voller stählerner Ungetüme, in die man sich einspannt, um unter großen Qualen Muskeln zu trainieren, von deren Existenz man bis vor kurzem noch nichts ahnte. Meine ganz persönlichen Feinde sind zwei Maschinen, die, wenn ich mich recht erinnere,


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